Zu Besuch in Budweis

Ende September weilten vier unserer Jaycees (Gerd, Lukas, Patrick und Udo) bei herrlichem Spätsommerwetter im südböhmischen Budweis (České Budějovice). Neben einem sehr interessanten Besichtigungsprogramm nutzen wir die Möglichkeit zu einem Austausch und ausführlichen Gesprächen mit den JCI Südböhmen, die sicherlich ihre Fortsetzung finden werden.

Die Universitätsstadt Budweis – an den beiden Flüssen Moldau und Maltsch gelegen und seit 1979 Partnerstadt von Suhl – ist mit seinen über 90.000 Einwohnern die größte Stadt in Südböhmen und bietet weitaus mehr als das weltweit bekannte Budweiser Bier und die Bleistifte der Firma Koh-i-Noor Hardtmuth.

Am Freitag besichtigten wir die Verkehrsbetriebe Budweis, die als einer der ersten Oberleitungsbus-Betriebe der Welt bekannt sind. Bereits 1909 wurde die damals 1,6 km lange Strecke eröffnet. Zweimal wurde der Betrieb eingestellt, ehe 1991 das nunmehr 22 Buslinien umfassende Netz in Betrieb ging. Wir besichtigten die zentrale Leitstelle, ehe wir in einem sogenannten „Trolleybus“(mit Anhänger!!!) aus dem Jahre 1981 zu einer Stadtrundfahrt aufbrachen.

Bevor wir am Nachmittag Budweis zu Fuß erkundeten, besuchten wir das unweit von Budweis gelegene barocke Jagdschloss Ohrada aus dem 18. Jahrhundert mit seinem Jagdmuseum. In Budweis zurück, bestiegen wir über 225 herausfordernde Stufen den Schwarzen Turm, von dem aus sich eine herrliche Aussicht über das Stadtzentrum und darüber hinaus bot.

Unsere Reise führte am Samstag durch den Böhmerwald. Die erste Station war der Schwarzenbergsche Schwemmkanal, mit dessem Bau 1789 begonnen und der wenige Jahre später mit dem ersten Abschnitt in Betrieb genommen wurde. Auf einer Gesamtlänge von 51,9 km wurden hier bis 1916 nach Österreich und 1961 zur Moldau unglaubliche 8 Mio. Raummeter Holz transpotiert. Bei einem Schauschwemmen konnten wir uns von der funktionierenden Technik des Holztransports überzeugen.

Anschließend führte unsere Fahrt weiter nach Strakonice, der Partnerstadt von Bad Salzungen. Die Siedlung Strakonice mit seinen heute ca. 24.000 Einwohnern ist ursprünglich einer der Goldwäscheplätze aus der Zeit der Kelten in Südböhmen. Hier besuchten wir die bereits im 13. Jahrhundert erbaute Burg.